Protestwelle: Bürger gegen Bankensystem

Die weitere Aktualisierung dieses Beitrags erfolgt auf der Blogseite „Occupy Bewegung“.

Weltweit gehen jetzt Menschen auf die Straßen, um gegen ein perverses Bankensystem zu demonstrieren. Sie haben erkannt, dass der mächtige Finanzapparat vor allem den Interessen der 1 % „Happy Few“ dient – und wenn es dabei Verluste gibt, gleichen die 99 Prozent Normalbürger diese aus. Dann geht das Spiel von vorn los.

So etwas passiert, wenn wir Bürger eine kleine Expertenclique an die Hebel der Macht lassen und ihnen dann nicht ständig auf die Finger schauen. In der naiven Annahme, das seien anständige Leute, die ihr Herrschaftswissen schon nicht für ihre Eigeninteressen missbrauchen werden. Während diese in Wahrheit ein System errichten, das den Reichtum dorthin führt, wo der Volksmund ihn schon immer vermutet hat: „Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen!“

Derzeit formiert sich eine breite Gegenbewegung. Solche Bewegungen bilden sich, wenn die Zeit dafür reif ist, bekommen in kurzer Zeit einen enormen Zulauf und werden politisch vor allem dadurch einflussreich, dass sie zunehmend auch die Agenda des politischen Establishments bestimmen. Sie verändern das allgemeine Denk- und Wertsystem. Wie die 68er und in deren Gefolge die Grünen seit 40 Jahren.

Wir werden die Berichterstattung verfolgen und besonders erhellende Medienbeiträge (Presseartikel, Videos) verlinken.

Livestreams:

Spezielle Webseiten / Blogs:

  • Occupy Deutschland – die zentrale Webseite der Occupy-Bewegung für Deutschland mit Aktionen, Livestreams, Videos, Postern, Texten und Links
  • Occupy Wall StreetWebseite occupywallst.org
    • „Occupy Wall Street is leaderless resistance movement with people of many colors, genders and political persuasions. The one thing we all have in common is that We Are The 99% that will no longer tolerate the greed and corruption of the 1%. We are using the revolutionary Arab Spring tactic to achieve our ends and encourage the use of nonviolence to maximize the safety of all participants.“
  • OCCUPY TOGETHERWebseite occupytogether.org
    • „… an unofficial hub for all of the events springing up across the country in solidarity with Occupy Wall St.
  • Occupy Together Berlin – Meetups etc.
  • Occupy:Frankfurt
  • 15.10.2011 – united for #globalchangeWebseite 15october.net
    • „Am 15. Oktober werden Menschen aus der ganzen Welt auf die Straßen und Plätze gehen. Von Amerika bis Asien, von Afrika nach Europa protestieren die Menschen, um ihre Rechte zu fordern und eine wahre Demokratie zu verlangen. Nun ist es Zeit uns alle einem globalen gewaltfreien Protest anzuschließen. Die herrschenden Mächte arbeiten zum Vorteil einiger Weniger und sie ignorieren den Willen der überwiegenden Mehrheit sowie die humanen und Umweltkosten, die wir alle zahlen müssen. Diese unerträgliche Situation muss ein Ende haben.“
  • AntiBanks – Global actions against banks and banksters 
  • We Are the 99 Percent
    • „We are the 99 percent. We are getting kicked out of our homes. We are forced to choose between groceries and rent. We are denied quality medical care. We are suffering from environmental pollution. We are working long hours for little pay and no rights, if we’re working at all. We are getting nothing while the other 1 percent is getting everything. We are the 99 percent. Brought to you by the people who occupy wall street. Why will YOU occupy?“
  • Adbusters #occupywallstreet
    • „#OCCUPYWALLSTREET is a people powered movement for democracy that began in America on September 17 with an encampment in the financial district of New York City. Inspired by the Egyptian Tahrir Square uprising and the Spanish acampadas, we vow to end the monied corruption of our democracy … join us!
  • echte demokratie jetzt!
    • „Wir, Ulrich Riebe und Tom Stelling, zwei Bürger aus Konstanz, haben seit 21. Mai 2011 auf der Webseite http://www.echte-demokratie-jetzt.de die Ereignisse zuerst vor allem in Spanien seit dem 15. Mai 2011 dokumentiert – anfänglich, weil wir so überraschend wenig dazu in den klassischen Medien gefunden haben, später um interessierten Menschen eine Plattform für schnelle Information und Orientierung zu bieten. Zunehmend kamen aber auch die Ereignisse in Griechenland, Chile, Israel und den USA hinzu. Wir sehen uns als Bürgerjournalisten, denen es um die Darstellung und Unterstützung von Bürgerbewegungen für sozialen Wandel in demokratischen Ländern geht, die durch die spanische 15M-Bewegung inspiriert sind bzw. im Kontext einer rEvolution 3.0 stehen. Darüber hinaus wollen wir Menschen Impulse für den sozialen Wandel und Möglichkeiten für Vernetzung und Dialog bieten.“

Themenseiten namhafter Presseorgane zu Occupy Wall Street:

Presseberichte:

  • „Anti-Wall-Street-Protest bekommt neue Unterstützer“ – Sabrina Fritz, ARD-Hörfunkstudio Washington – tagesschau.de, 06.10.2011
    • „Die Proteste gegen die Macht der Banken und die Wohlstandsverteilung in den USA wachsen: Gewerkschaften und einige Prominente haben sich hinter die Bewegung „Occupy Wall Street“ („Besetzt die Wall Street“) gestellt. In immer mehr Städten macht das New Yorker Beispiel Schule.
  • „Occupy America: protests against Wall Street and inequality hit 70 cities“Joanna Walters in Seattle für den engl. Guardian, 08.10.2011
    • „The generation that opposed Vietnam has joined Facebook anarchists amid anger at tax breaks for the rich while ordinary folk tighten their belts“
  • „US-Progressive drängen in Wahlkampf“ – Bericht aus New York von Sebastian Schöbeln-tv, 08.10.2011
    • „Das linke Amerika erhebt sich: Die „Occupy Wall Street“-Proteste und ein Zusammenschluss progressiver Organisationen schalten sich in den Wahlkampf ein. Den Konservativen und der Tea Party geht hingegen die Luft aus. Eine Chance für Obama und die Demokraten – und vielleicht der Moment, der die Wahl entscheiden wird.“
  • „Wut auf das System: Amerikas Mittelschicht rebelliert gegen Wall Street“Viktoria Unterreiner aus New York für Welt online, 09.10.2011
    • „Seit Wochen protestieren Amerikaner für Frieden und gegen die Gier der Banken. Täglich wird die Bewegung „Besetzt die Wall Street“ größer.“
  • „Anschwellender Protest: Wall-Street-Meckerer buhlen um Unterstützer“Markus Gärtner für das manager-magazin, 11.10.2011
    • „Die Kritiker der Finanzszene forcieren das Tempo: Nach der Unterstützung durch große US-Gewerkschaften versuchen die Demonstranten, neue Mitstreiter unter den Einwanderern in Amerika zu mobilisieren. Schon zeigt der aufsehenerregende Protest nahezu weltweit Wirkung. (…) Kurz vor dem nächsten Höhepunkt des Protests: Banker in Angst vor dem sozialem Umschwung.“
  • „Die Revolution ist unterwegs“ Dorothea Hahn berichtet aus den USA – taz, 11.10.2011
    • „Die Konservativen werden zunehmend nervös, denn die „Occupy“- Bewegung in den USA wächst weiter. In Boston und Des Moines kommt es zu Spannungen mit der Polizei.“
  • „Samstag Weltrevolution“ – Occupy Wall Street in 80 Ländern – Martin Kaul über die rasche Ausweitung der Bewegung – taz, 14.10.2011
  • „Die Anti-Wall-Street-Bewegung breitet sich aus“Neue Zürcher Zeitung, 15.10.2011
    • „Die Anti-Wall-Street-Bewegung greift nun weltweit um sich. In zahlreichen Städten sind am Samstag Proteste gegen das Finanzsystem im Gange. In Zürich hat die Besetzung des symbolträchtigen Paradeplatz begonnen. Bisher blieb alles friedlich.“
  • „Erst die Wall Street, jetzt die ganze Welt“ – Proteste gegen Finanzmärkte – Die Zeit, 15.10.2011
    • „Die Bewegung Occupy Wall Street weitet sich weltweit auf zahlreiche Städte aus. Auch in Deutschland haben die ersten Demonstrationen begonnen.“

Hintergrundartikel:

  •  „Wir kriegen nichts, die Banker alles“Spiegel online, 05.10.2011
    • „Im Netz formiert sich Widerstand gegen die US-Finanzindustrie: Ein Blog sammelt die Geschichten frustrierter Bürger – sie fordern, dass der amerikanische Traum auch für sie gilt. Ihr Motto: ‚Wir sind 99 Prozent.“‚
  • „Amerikas Reiche – und der große Rest“Christian Wernicke (Washington) für die Süddeutsche Zeitung, 09.10.2011
    • „99 Hundertstel gegen das eine reiche Prozent: Nur noch ein sehr kleiner Teil der US-Bevölkerung profitiert von Wachstum und wirtschaftlichen Wohltaten. Jetzt wächst die Wut im Land. „
  • „Verkehrte Ressourcen-Welt“Naomi Klein für das Occupied Wall Street Journal – Übersetzung in Der Freitag, 10.10.2011
    • „Occupy Wall Street hat das Potenzial, die Bewegung zu werden, die unsere Gesellschaft nachhaltig verändern wird. Auch weil die Umstände andere sind als 1999 in Seattle“
  • „Amerikanischer Frühling“Peter Mühlbauer für Telepolis, 11.10.2011
    • „Lawrence Lessig will den Schwung der Occupy-Wall-Street-Bewegung für die Einberufung einer neuen Nationalversammlung nutzen. –  Drei Jahre nach dem Finanzcrash von 2008 rufen Banken bereits wieder nach Steuergeld, mit dem sie „gerettet“ werden sollen. Dabei steckte alleine die amerikanische Federal Reserve Bank, wie jetzt bekannt wurde, 16 Billionen Dollar in Banken und andere Finanzunternehmen.“
  • „Eine globale Bewegung entsteht“Tomasz Konicz für Telepolis, 11.10.2011
    • „Die Proteste gegen die Krise des Kapitalismus gewinnen in den gesamten USA an Dynamik und schwappen auf andere Länder über. Mit der Geschwindigkeit eines Internet-Phänomens breitet sich die in New York von der Occupy-Wall-Street-Bewegung initiierte Protestwelle in den gesamten Vereinigten Staaten aus. Inzwischen finden in Hunderten von US-Städten Demonstrationen oder langfristige Besetzungsaktionen gegen zunehmende Verarmung, soziale Ungerechtigkeit und den schleichenden Abbau demokratischer Rechte und Freiheiten statt. Die Website Occupytogether, die sich um eine landesweite Koordinierung dieser Bewegung bemüht, zählte am 8. Oktober 865 Städte, in denen entsprechende Aktionen stattfanden. Inzwischen sind es schon mehr 1.350 Ortschaften, in denen sich Protest-Communities gebildet haben – weltweit.“
  • „Der verwirrend schöne New Yorker Antikapitalismus“Ulf Poschardt über „Demonstrieren mit Stil“ – Die Welt, 14.10.2011
    • „Wer die Welt verändern will, muss sie auch unterhalten können. Amerika zeigt wie es funktioniert: Dort gehen – anders als hier – stilvolle Menschen demonstrieren.“
  • „Ihr seid reich – wir die Mehrheit“Matthias Kolb über Ursprung und Zukunft einer Bewegung – Süddeutsche Zeitung, 14.10.2011
    • „Sie kommen aus allen Ecken der USA. „Occupy Wall Street“ ist ihr Motto. Was die Demonstranten treibt, ist ihre Wut auf eine superreiche Elite und entfesselte Finanzmärkte – sowie die Sorge um die eigene Zukunft. In New York droht der Bewegung jetzt ein Zusammenstoß mit den Behörden. Doch auch in Europa formieren sich Nachahmer. Ist das eine Tea Party von links? Was sagt Obama dazu? Und wie lässt sich ohne Programm die Zukunft gestalten? Antworten auf die wichtigsten Fragen.“
  • „Geht die ‚Zeit des homo ignorans‘ zu Ende?“Die Welt, 15.10.2011
    • „Die „Occupy Wall Street“-Bewegung internationalisiert sich: Beim heutigen großen Protesttag demonstrieren viele gegen den „zügellosen Finanzkapitalismus“.“

Kommentare:

Blogbeiträge:

Wikipedia-Artikel:

Linklisten:

Videos:

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