So ähnlich fing es auch 1968 an…

… damals aber noch ohne „social media“. Nicht auszudenken, was heute mit Hilfe von Facebook, Twitter etc. daraus werden kann!

Endlich, endlich wachen die jungen Leute wieder auf, wie wir vor 40 Jahren. Wir hatten damals die Nase voll von sozialer Ungerechtigkeit, von unverdienten Privilegien einiger weniger und von Traditionen, die der Unterdrückung unserer Lebensfreude dienten. In ein politisches System, das seine Wurzeln in der Kaiserzeit hatte, das in Spießigkeit erstarrt war und in dem allerorten noch faschistoide Dumpfbackigkeit angesiedelt war, wollten wir frischen Wind bringen. Das ist uns auch gelungen.

Unsere Umgangsformen waren nicht immer zimperlich, damals, Anfang der 1970er Jahre. Die Revolution sollte nicht daran scheitern, dass das Betreten des Rasens verboten war. Reaktionäre Professoren setzten wir schon mal in den Seminarräumen fest – um in Ruhe darüber zu diskutieren, was uns am Herzen lag. War gut so! Die Profs lernten eine neue Perspektive kennen, und wir bekamen ein Gefühl für unsere Macht. Wer den Schlüssel abgezogen hatte, war natürlich nie zu ermitteln.

Aber: Im Vergleich zu damals ist heute alles viel schlimmer. Heute geht es nicht um repressive Traditionen oder sexuelle Befreiung. Heute geht es darum, dass die herrschende Clique im Begriff ist, unsere Welt gegen die Wand zu fahren! Das Unvermögen der führenden Klasse, das Versagen der Politiker, unser Leben auf dieser Erde einigermaßen vernünftig zu organisieren, bedroht uns alle. Vor allem die Architekten und Drahtzieher unseres perversen Weltfinanzsystems haben den Karren tief in den Dreck gefahren. Wie das geschehen konnte? Weil man sie dabei hat gewähren lassen, ihre eigenen Interessen zu verfolgen und das System so zu organisieren, dass der Reichtum immer wieder in die Taschen ein und derselben kleinen Menschengruppe wandert: in die Taschen der Reichen.

„Die Finanzoligarchie schreibt sich die Regeln selbst“

Der Ökonom Max Otte wirft den Politikern vor, sie hätten sich den Finanzmärkten unterworfen. Er spricht von einem „geradezu abgöttischen Respekt“, wenn Politiker sich davon leiten lassen, „nur nicht die Finanzmärkte zu beunruhigen“. Einen „Aufstand der Bürger gegen die Privilegien der Finanzoligarchie“ fordert der Professor.

Engagieren wir uns also. Nehmen wir die Dinge selbst in die Hand. Schreiben wir die Regeln neu, und zwar so, dass das Finanzsystem den Interessen aller dient. Das Geld muss in produktive Projekte fließen, die die Welt voranbringen. Es soll Produktivität fördern und nicht Spekulation.

Wenn nicht wir, wer sonst soll dies auf den Weg bringen? Bevor es endgültig zu spät ist? Jetzt schlägt die  Stunde der Bürger (nicht „Wutbürger“, wie es sogleich abwertend heißt) – die Stunde eines klugen, intelligenten, wachrüttelnden zivilen Ungehorsams.

Erst wird außerparlamentarisch opponiert, dann werden Wahlen gewonnen. Die Stuttgarter Grünen und die Berliner Piraten haben gezeigt, „wie’d jeht“.

„We want to share insights into the formation of a new social movement as it is still taking shape in real time. The video was shot during the 5th and 6th day of the occupation. This idea to occupy the financial district in New York City was inspired by recent uprisings in Spain, Greece, Egypt, and Tunisia which most of us were following online. Despite of the corporate media’s effort to silence the protests, and Yahoo’s attempt to to censor it in e-mail communication, the occupation is growing in numbers and spreading to other cities in the US and abroad.

Please forward our video to likeminded people via email, facebook, twitter – and make the voices of dissent circulate.

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