Die letzten Tage vor der Insolvenz Griechenlands?

Éftasse o kómposs ssto chténi. (Der Kamm kam am Knoten an. ~ Das Fass ist übergelaufen.)

Των φρονίμων τα παιδιά, πριν πεινάσουν μαγειρεύουν. ( Die Kinder der Vernünftigen kochen bevor sie Hunger haben.)

Aus dem Handelsblatt-Newsletter „Finance Today“ vom 9. Februar 2012:

Die letzten Tage vor dem Bankrott?

In Athen wird aktuell weiter um den Schuldenschnitt gerungen. Doch die griechischen Spitzenpolitiker haben ihre Gespräche erneut ohne Abschluss beendet. Knackpunkt sind offenbar die geforderten Rentenkürzungen. Immer mehr Politiker aus der Euro-Zone rechnen mit einer Pleite Griechenlands, schreibt das » Handelsblatt. Die » Welt hat Athen und die EU-Milliarden für Griechenland schon abgeschrieben – und fragt: „Warum wird dann immer noch verhandelt? Warum wird so getan, als würde tatsächlich um Lösungen gerungen?“ In Griechenland werde währenddessen wohl nur noch der Schuldige gesucht, der das Wort Insolvenz ausspreche, kommentiert die » Süddeutsche Zeitung. In der » FTD verteidigt Daniel Gros, Direktor des Centre for European Policy Studies, die von Merkel aufoktroyierte EU-Sparpolitik. Diese aus der Angst heraus aufzugeben, dass die Finanzmärkte kurzsichtig agierten, würde nur den Tag der Abrechnung hinausschieben. Vergesst Griechenland, die größten Gefahren für den Euro lauerten in Spanien und in den Bilanzen des Europäischen Zentralbanksystems, analysiert Wolfgang Münchau für den » Spiegel. Angela Merkel stehe kurz vor einem strategischen Coup mit dem sie Griechenlands widerspenstige Politiker dazu zwingen könnte, sich zu harten Sparmaßnahmen zu verpflichten, berichtet der australische » Business Spectator. Ihre Sorge sei jedoch, dass Frankreich von ihrem „Sparsamkeitszug“ abspringe.

Siehe auch:
  • Starökonom Hans-Werner Sinn: „Der Griechenland-Plan ist illusionär“– Spiegel-Interview mit Prof. Sinn, 20.02.2012
    • „Europas Finanzminister wollen das zweite Rettungspaket für Griechenland absegnen. Doch Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn warnt im SPIEGEL-ONLINE-Interview: Das Geld werde nicht dem Land helfen, sondern nur den internationalen Banken. Man solle damit lieber den Austritt aus der Euro-Zone finanzieren.“
  • Stoppt die 130-Milliarden-Überweisung! – Kommentar von Christian Rickens– Spiegel Online, 20.02.2012
    • „Griechenland ist pleite. Das Land braucht nicht 50 oder 70, sondern 100 Prozent Schuldenerlass, soll es wirtschaftlich wieder auf die Beine kommen. Doch das Hilfspaket, das die Euro-Finanzminister heute Nachmittag absegnen sollen, hilft nicht in erster Linie den Griechen, sondern ihren Gläubigern.“
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