Bravo, Ministerin Fornero!

Die tapfere italienische Sozialministerin Elsa Fornero hat meinen tiefgehenden Respekt. Bei der Vorstellung des Sparpakets der Regierung Monti brach sie in Tränen aus, als sie die psychologische Situation der italienischen Rentner schildern wollte, die nun weitere Opfer bringen müssen. Die „Rheinische Post“ beschreibt den Hintergrund:

Am ärgsten trifft aber voraussichtlich viele Italiener die Rentenreform. Das Eintrittsalter soll um mehrere Jahre angehoben werden. Ab 2014 können die Italiener erst mit 66 in den Ruhestand. Es ist der Bereich, für den die neue Sozialministerin zuständig ist. Als aber Elsa Fornero auch noch verkünden soll, dass die meisten Renten in Zukunft nicht mehr an die Inflation gekoppelt sind und damit faktisch sinken werden, versagt ihr die Stimme.

„Die finanzielle Situation unseres Landes ist ernst. Keine Reform bringt im Jahr ihrer Einführung große Ersparnisse, das ist ein sehr langer Prozess. Deshalb müssen wir, und das hat uns viel Überwindung gekostet, Opfer verlangen…“ – dann bricht Fornero ab und beginnt zu weinen.“

Es ist allerdings zum Heulen, wenn man an die vielen „kleinen Leute“ in den überschuldeten Staaten denkt, die an der Krise absolut unschuldig sind, von den bisherigen Verhältnissen keineswegs profitiert haben, aber jetzt Opfer der harten Sparprogramme werden.

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