Dokumentation der Debatte zur Eurokrise

Der richtige Weg zur Bewältigung der Eurokrise bzw. Europäischen Staatsschuldenkrise wird derzeit intensiv und sehr kontrovers öffentlich diskutiert. Angesichts der immensen wirtschaftlichen und politischen Bedeutung der zugrunde liegenden Problemlage stößt diese Debatte auch bei Nichtfachleuten auf breites Interesse. Um jedoch die wesentlichen Argumentationen mitvollziehen zu können, sind beträchtliche Kenntnisse makroökonomischer Zusammenhänge erforderlich. Der interessierte Bürger wird in dieser Situation kaum zu volkswirtschaftlicher Fachliteratur greifen, sondern versuchen, sich diese Kenntnisse im Zuge seiner Medienrezeption gleichsam en passent anzueignen.

Das Internet bietet grundsätzlich hervorragende Möglichkeiten, diesen Prozess zu unterstützen.  So  stellen z.B. zahlreiche Presseorgane ihre Berichterstattung auf themenbezogenen Sonderseiten mit Titeln wie „Eurokrise“ oder „Schuldenkrise“ im Internet zur Verfügung. Für den Leser bringt dies jedoch die Einschränkung mit sich, die Debatte nur aus der Sicht der betreffenden Redaktion präsentiert zu bekommen.

Hier soll exemplarisch der Versuch gemacht werden, ein breiter angelegtes themenspezifisches „Informationsportal“ zu entwickeln, in dem Material aus verschiedenen Quellen bereitgestellt wird – vorwiegend in Form von frei im Web verfügbaren Medienbeiträgen. Auf einer gesonderten Blogseite [s. oben: „Debatte zur Eurokrise (Dokumentation)“] werden daher thematisch angeordnete Links zu einschlägigen Analysen und Kommentaren, aber auch zu Studien, Rezensionen und Videos zusammengestellt. Besonders informative Beiträge sind mit einem Stern * gekennzeichnet. Die Auswahl wird fortlaufend ergänzt. Hinweise werden gern entgegengenommen.

Die Dokumentation einer öffentlichen Debatte in Form einer Zusammenstellung einschlägiger Medienbeiträge entlang inhaltlicher Kriterien steht in dem weitergefassten Rahmen einer internetgestützten Optimierung von Wissensorganisation und von kollaborativen Problemlösungsprozessen. Ein ergänzender Schritt könnte in der Anwendung von „Argument-Mapping“ oder „Dialog-Mapping“ mit Instrumenten wie „Compendium“ bestehen.

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In der Debatte über Lösungsvarianten des Eurokrise werden im wesentlichen zwei Positionen vertreten:

  • Eine „konservative“ Fraktion propagiert eine strikte Austeritätspolitik zum Abbau der hohen Staatsverschuldung und erwartet von der Europäischen Zentralbank, ihre Politik weiterhin ausschließlich an Inflationbekämpfung zu orientieren.
  • Die wachsende „undogmatische“ Fraktion vertritt die Auffassung, die EZB solle die Funktion eines „Lenders of Last Resort“ akzeptieren, wie u.a. die Notenbanken der USA und Großbritanniens, und offiziell verkünden, sie werde – falls erforderlich – in unbegrenzter Höhe Staatsanleihen  der Schuldnerstaaten aufkaufen.
  • Als weitere Lösungsvariante werden verschiedene Konstruktionen von Eurobonds vorgeschlagen.

Diese Positionen gehen auf grundlegend verschiedene makroökonomische Denkansätze (Schulen) zurück, die bei der Analyse volkswirtschaftlicher Problemlagen zu höchst unterschiedlichen Ergebnissen kommen, mit der häufigen Folge gegensätzlicher Handlungsempfehlungen. Wegen dieses unbefriedigenden Zustands der Volkswirtschaftslehre als Wissenschaft werden auch Beiträge aufgenommen, die sich kritisch mit dieser Thematik befassen.

Es ergibt sich folgende inhaltliche Anordnung:

  • Lageberichte
  • Makroökonomische Analysen und Kommentare
    • a) zu den Ursachen der Krise
    • b) Lösungsvariante „Lockerung der EZB-Politik“ (Funktion als „lender of last resort“)
    • c) Lösungsvariante „Restriktive EZB-Politik und Austeritätsprogramme“
    • d) Lösungsvariante „Eurobonds“
    • e) Sonstige Analysen zur Finanz- und Eurokrise
  • Kritische Beiträge zum Zustand der Makroökonomik als Wissenschaft
  • Studien und Dokumente
  • Rezensionen
  • Videos
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