Demokratiebewegungen in der Arabischen Welt – Dossiers, Kommentare, Dokumentationen

Bei Wikipedia werden die Proteste in der Arabischen Welt detailliert dokumentiert (tageweise).

Neben einem Überblicksartikel Proteste in der Arabischen Welt 2010–2011 finden sich u.a. Artikel über die Revolution in Tunesien 2010/2011 , die Revolution in Ägypten 2011 , den Bürgerkrieg in Libyen, den internationalen Militäreinsatz in Libyen sowie die Proteste im Jemen 2011 .

Eine interessante Artikelserie mit dem Titel „The Arab wall begins to fall“ bringt die englische Ausgabe von Le Monde diplomatique im Februar 2011, gefolgt von einer weiteren Artikelserie unter der Überschrift „The new Arab awakening“ im März 2011.

Im englischen Guardian finden sich Kommentare des Kulturwissenschaftlers, Psychoanalytikers und Direktors des Birkbeck Institute for the Humanities, Slavoj Žižek – wie z.B. „Why fear the Arab revolutionary spirit?The western liberal reaction to the uprisings in Egypt and Tunisia frequently shows hypocrisy and cynicism„:

„What cannot but strike the eye in the revolts in Tunisia and Egypt is the conspicuous absence of Muslim fundamentalism. In the best secular democratic tradition, people simply revolted against an oppressive regime, its corruption and poverty, and demanded freedom and economic hope. The cynical wisdom of western liberals, according to which, in Arab countries, genuine democratic sense is limited to narrow liberal elites while the vast majority can only be mobilised through religious fundamentalism or nationalism, has been proven wrong. The big question is what will happen next? Who will emerge as the political winner?“

In seinem Blog Informed Comment – Thoughts on the Middle East, History and Religion, kommentiert Juan Cole regelmäßig das Geschehen („… an independent and informed perspective on Middle Eastern and American politics“).

Juan Cole is Richard P. Mitchell Collegiate Professor of History at the University of Michigan. For three decades, he has sought to put the relationship of the West and the Muslim world in historical context.“

Besonders hervorzuheben ist seine Analyse „Why Egypt 2011 is not Iran 1979“ , in der er die grundlegenden Unterschiede der gegenwärtigen arabischen Demokratiebewegungen und der religiös-fundamentalistisch orientierten iranischen Revolution 1978/79 herausarbeitet.

Eine umfangreiche Linksammlung zum Thema „Unruhen in der arabischen Welt“ stellt die Bundesarbeitsgemeinschaft Politische Bildung Online auf ihrem Informations-Portal zur politischen Bildung zur Verfügung. Die Zusammenstellung eignet sich hervorragend zum Einstieg in eine umfassendere Recherche zu diesem Thema.

Last, not least, soll noch auf das Dossier „Arabischer Frühling“ des ausgezeichneten Informationsportals Quantara – Dialog mit der islamischen Welt hingewiesen werden.

„Das arabische Wort „qantara“ bedeutet Brücke. Qantara.de ist ein Projekt der Deutschen Welle, an dem auch das Goethe-Institut, das Institut für Auslandsbeziehungen und die Bundeszentrale für politische Bildung beteiligt sind. Das Projekt will zum Dialog mit der islamischen Welt beitragen und wird vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland gefördert.“ – Themenschwerpunkte/Dossiers auf Quantara.de

Unter anderem findet sich dort unter dem Titel „Es gibt eine neue, nicht-ideologische politische Kraft“ ein aufschlussreiches Interview mit dem Nahostexperten Dr. Arnold Hottinger, der „das Ende der Ideologien“ und einen „tiefen Mentalitätswandel in der arabischen Welt“ feststellt.

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