Flugverbotszone über Libyen – warum erst jetzt?

Warum brauchte es drei Wochen Diskussion im Weltsicherheitsrat, in dieser historischen Situation?

Bedurfte es, damit sich etwas bewegt, erst der Drohung Gaddafis, es werde keine Gnade geben, wenn seine Truppen Benghasi einnehmen würden, heute nacht?

Ist es nicht beschämend, dass gerade Deutschland erst den Entscheidungsprozess verzögert und sich dann bei der Abstimmung der Stimme enthält? Warum sind die Engländer, Franzosen und Amerikaner die treibende Kraft und Merkel und Westerwelle die Bedenkenträger und Bremser? Ausdrücklich gelobt für ihre Haltung von „Muammar, dem Verrückten“, wie er in der arabischen Welt seit Jahrzehnten genannt wird.

Man kann nur hoffen, dass die Kampfflugzeuge aus den USA, Frankreich und Großbritannien noch rechtzeitig eingreifen können, um das Blutbad, das in Benghasi droht, gerade noch zu verhindern. Leider bedeutet das den Einsatz militärischer Gewalt – aber manchmal geht es nicht ohne.

Eine entschiedenere Haltung des Weltsicherheitsrats schon in den vergangenen Wochen hätte diesen furchtbaren Bürgerkrieg abkürzen und viele Menschenleben retten können. Eine Schande, dass Deutschland zu denen gehört, die das unmöglich machten.

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Andreas Moser (Publish or Perish) vertritt die gleiche Auffassung, begründet sie aber erheblich detaillierter: „Deutsche Außenpolitik schafft sich ab“

Text der Resolution 1973 (2011) des Weltsicherheitsrats (englisch)

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